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Fachkosmetikerin(Handwerkskammer geprüft), regulative Hauttherapeutin (Rosel Heim),
geprüfte Ernährungsberaterin (Paracelsus und Dr. Bruker) und Gedächtnistrainerin (Bundesverband der Gedächtnistrainer)

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11. Deodorants - genau hinsehen lohnt sich!

von Erika Prummer

Wie alle Körperfunktionen ist das Schwitzen eine Überlebensstrategie unseres Körpers. Der Schweiß aus den ekkrinen Schweißdrüsen kühlt, entgiftet und schützt. Er ist an sich geruchsneutral. 


Der individuelle Geruch wird bei uns Menschen zum einen von den apokrinen Schweißdrüsen hergestellt. Sie werden auch als Duftdrüsen bezeichnet. Im Gegensatz zu den ekkrinen Schweißdrüsen spielen sie bei der Thermoregulation des Körpers keine Rolle, sondern übernehmen mit der Absonderung von Duftstoffen eine Spezialfunktion. Die Sekretion der apokrinen Schweißdrüsen beginnt erst nach der Pubertät, weshalb Kinder noch keine Deos benötigen.


Zum anderen entsteht der individuelle Schweißgeruch, wenn Hautbakterien die Inhaltsstoffe des Schweißes zersetzen. 


Deodorants sollen helfen, den unangenehmen Schweißgeruch zu verhindern. Man unterscheidet zwischen Deodorantien, Antitranspirantien und Kombinationen aus beiden.

Antitranspirantien: Sie sollen das Schwitzen verhindern, dazu werden Substanzen eingesetzt, welche über eine Verengung der Schweißdrüsenausgänge, das Austreten des Schweißes verhindern sollen. Die wirksamste und bekannteste Substanz dafür, ist das Aluminiumchlorid.


Nebenwirkung: Durch das Verhindern des Schwitzens wird eine wichtige Funktion des Körpers gestört. Wärmeregulierung und Entgiftung können nur noch eingeschränkt ausgeführt werden. Es kann zu Entzündungen und Abszessen, aber auch zu temperaturbedingten Kreislaufstörungen kommen.


Konventionelle Deodorants: verhindern die Geruchsbildung, in dem die schweißzersetzenden Bakterien, die für die Entstehung des unangenehmen Geruchs verantwortlich sind, abgetötet werden. Dazu werden zum Teil sehr wirksame Bakterizide eingesetzt.


Nebenwirkung: Nicht nur die für den Schweißgeruch verantwortlichen Bakterien werden eliminiert, sondern alle anderen Mitglieder der natürlichen Hautflora gleich mit. Damit wird die Verteidigungsfunktion der Haut gestört, es entstehen freie Siedlungsplätze für fremde, krankmachende Bakterien und Pilze.


Bei einer Kombination der Produkte wird die Wirkung verstärkt, allerdings werden auch die Nebenwirkungen verdoppelt. Wie hoch die Gefahr bei der Verwendung derartiger Deodorantien ist, ist immer wieder Gegenstand zahlreicher Untersuchungen.


Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt dazu in einer Stellungnahme *(1)


Mit Antitranspirantien werden kosmetische Mittel mit schweißhemmender Wirkung bezeichnet, die als Roller, Stick, Creme oder Aerosol zum Sprühen angeboten werden. Die schweißhemmende Wirkung wird durch Aluminiumsalze erzielt, die über einen bestimmten Zeitraum die Ausgänge der Schweißkanäle verschließen. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Aluminium aus Antitranspirantien wird immer wieder kritisch hinterfragt. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Beteiligung an der Entwicklung der Alzheimer- Krankheit und der Entstehung von Brustkrebs. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass hohe Aluminiumdosen neurotoxische Wirkungen beim Menschen und embryotoxische Effekte in Tierstudien zeigen. 


Schweißhemmend wirkt Aluminium zum einen durch die Eigenschaft, die Haut zusammen- zuziehen (adstringierende Wirkung) und zum anderen durch die Bildung eines gelartigen Protein-Komplexes, der wie eine Art Pfropfen temporär die Ausführgänge der Schweißkanäle verschließt. 


Verbraucherinnen und Verbraucher nehmen bereits über Lebensmittel hohe Mengen Aluminium auf, und die wöchentlich tolerierbare Aufnahmemenge ist wahrscheinlich bei einem Teil der Bevölkerung alleine durch Lebensmittel ausgeschöpft. Bei langfristiger Anwendung aluminiumhaltiger kosmetischer Mittel könnte der TWI dauerhaft überschritten werden und sich Aluminium im Körper anreichern.

Es geht auch anders!


Rosel Heim nature + science geht bei der Lösung des Problems wie immer, den sanften, aber sicheren Weg:

Wenn man die Ursachen für unangenehmen Schweißgeruch kennt, kann man in den meisten Fällen Abhilfe schaffen, auch ohne Schäden zu verursachen.

Man kann beispielsweise den ph-Wert der Achsel kurzfristig ins Saure verändern, so dass man es den Bakterien dort so ungemütlich macht, dass sie sich nicht mehr so stark vermehren und sich somit die Mikroflora wieder in ihr natürliches Gleichgewicht regulieren kann. Duftstoffe, wie z.B. Farnesol vermitteln den Bakterien, dass gerade nicht der richtige Zeitpunkt und Ort ist, um sich zu vermehren.

„Chemische Kommunikation“ nennt  Prof. Hanns Hatt* die Botschaften, die von Gerüchen ausgesendet und sogar von Bakterien verstanden werden. Ein anderer sehr wirksamer Stoff ist Glyceryl Caprilate. Es wird aus der Ziegenbutter gewonnen, kann Gerüchen eine „Tarnkappe“ aufsetzen und hemmt gleichzeitig die Vermehrung der Bakterien.


Da ein Deo nach den individuellen Voraussetzungen ausgewählt werden sollte, bietet Rosel Heim verschiedene Deo-Variationen an:


Deo-Sprays auf alkoholischer Basis

Diese Deos in alkoholischer Lösung, sind für Menschen gedacht, die neben der geruchsverhindernden Wirkung, die zusätzlich erfrischende Wirkung eines Eau de Toilette bevorzugen. In allen Deos auf alkoholischer Basis, dient der Alkohol als Trägersubstanz für die ätherischen Öle. Beim Sprühen des Deos sollte immer ein Abstand von mindestens 30cm zur Haut eingehalten werden. Es reicht aber auch nur die Kleidung zu besprühen.


deo nature 1 - nutzt die Wirkung ätherischer Öle aus Lindenblüte und Farn, um die Vermehrung der schweißzersetzenden Bakterien zu hemmen.


deo nature 2 – hier hemmen Inhaltsstoffe des Sandelholzes selektiv die schweißzersetzenden Bakterien. Sandelholzöl wirkt durch den natürlichen Gehalt an Bisabolol außerdem entzündungshemmend und beruhigend auf die Haut.


deo nature 3 – enthält den bakterienhemmenden Wirkstoff Glyceryl Caprylate, der unangenehme Gerüche wirksam umschließt.


Eau fraiche 

- ist eine Kombination aus Eau de Toilette und Deo. 

Seine Parfümierung besteht aus natürlichen ätherischen Ölen. Die Duftnote wird charakterisiert durch die Basis aus zartem Ambra-, Sandelholz- und Vanillekomponenten, die Herznote durch die Gewürzmischung aus roten Früchten, Zimt, Nelken und Ingwer, während die Kopfnote das erfrischende Aroma von Grapefruit und Zitrone einbringt.

Die deodorierende Wirkung erhält es durch den hohen natürlichen Anteil von Farnesol und Sandelholz.

Deo Lotionen               

Für besonders empfindliche Haut und bei rasierten Achseln sind diese hautpflegenden Lotion empfehlenswert. Sie enthalten die entzündungshemmenden Wirkstoffe Zinkoxyd und Hamamelis, in Verbindung mit der besonders langanhaltenden deodorierenden Wirkung von Glyceryl Caprilate, eingebettet in eine leichte, pflegende Emulsion. Die pflegenden Öle verhindern ein Verquellen der Haut im feuchten Milieu der Achselhöhle und begrenzen damit das Nahrungsangebot für Bakterien. 

Deo Lotionen sind erhältlich in: unparfümiert, tesero und rosé


salvia lotion:

Bei besonders starkem Schwitzen hat sich die salvia lotion bewährt. 

In dieser Lotion wird die antibakterielle, pilzfeindliche sowie adstringierende und schweißhemmende Wirkung des Salbeis verwendet. Durch eine hohe Konzentration von Hamamelis wird diese Wirkung noch verstärkt.


Alle Deodorants von Rosel Heim nature+science enthalten keine Bakterizide, sondern haben lediglich eine hemmende Wirkung auf die Vermehrung von Bakterien. Für eine noch bessere Wirkung der Deodorants, sollte man sich vor der Verwendung der Deos, mit der milchsauren duschlotion oder phase 1 reinigungsemulsion waschen.


Für das Wohlbefinden und die ganzheitliche Gesundheit lohnt es sich also genau hinzusehen. 

Hautprodukte, die auch noch täglich verwendet werden, müssen besonderen Ansprüchen und Anforderungen gerecht werden und, sollten daher nicht nur nach dem Geruch ausgesucht werden, sondern vor allem nach seinen positiven Wirkstoffen.


Bis bald!

Fachkosmetikerin(Handwerkskammer geprüft), regulative Hauttherapeutin (Rosel Heim),
geprüfte Ernährungsberaterin (Paracelsus und Dr. Bruker) und Gedächtnistrainerin (Bundesverband der Gedächtnistrainer)

Quellen: 

*(1) Aluminiumhaltibe Antitranspirantioen tragen zur Aufnahme von Aluminium bei

http://mobil.bfr.bund.de/cm/343/aluminiumhaltige-antitranspirantien-tragen-zur-aufnahme-von-aluminium-bei.pdf


*(2)Hanns Hatt: Niemand riecht so gut wie du. Piper, 2009